Wandern mit Baby – meine Tipps

Hallo ihr Lieben,

das lange Pfingstwochenende haben wir mal wieder genutzt um zu verreisen. Wie immer – und zum Glück „trotz“ Baby immer noch spontan. Dieses Mal sollte es ins Grüne zum Wandern gehen. Wandern mit Baby geht das überhaupt? Findet hier meinen persönlichen Erfahrungsbericht und einige Tipps.

Wandern mit Baby – geht das überhaupt?

Immer wieder stelle ich mir die Frage was gut ist für mein Baby. Da es unser erstes Kind ist, beruht mein Handeln lediglich aus Bauchgefühl, Austausch mit anderen Eltern, Büchern, … aber eben nicht auf Erfahrung. Viele andere Handlungen in meinem Leben beruhen auf Erfahrungen – aber jetzt muss ich alles neu, alles das erste Mal entscheiden. Was richtig ist? Gibt es überhaupt ein „richtig“? Für mich ist es richtig, wenn es sich für mich gut anfühlt. Wenn ich bewusst eine Entscheidung getroffen habe, mit dem was ich zu dem Zeitpunkt am besten wusste oder konnte. Natürlich ist man manchmal im Nachhinein schlauer – aber das bringt uns rückblickend auch nichts. Wir können lediglich für die Zukunft dazulernen – oder auch voneinander lernen.

Vorbereitung

Wie eingangs schon erwähnt sind mein Freund und ich eher so die Spontanreisenden. „Trotz“ Baby behalten wir das erstmal bei.“Wegen“ unserem Baby aufs Reisen verzeichten? Hmm, nein, das kommt für uns derzeit nicht in Frage. Ob es immer gut ist für unseren kleinen Mann? Ich denke, solange wir entspannt sind und uns eine Reise gut tut, so ist es auch für ihn gut. Entspannte Eltern = entspanntes Baby. Natürlich achten wir darauf regelmäßig Stopps zu machen und auf seine Bedürfnisse einzugehen. Wir müssen ja nicht pünktlich irgendwo sein.

D.h. wir buchen in der Regel kurzfristig eine Unterkunft in der Region, die uns zusagt. Manchmal haben wir Lust auf Meer (so wie letztes Wochenende), manchmal auf einen Städtetrip (so wie nach Wien neulich) oder wie dieses Wochenende auf Berge und Natur.

Wir packen am Vorabend Milo´s Sachen, da es mir da wichtig ist, dass wir nichts vergessen. Für uns selbst wandert alles am Zeitpunkt der Abreise in einen Koffer bzw. Tasche. Alles wird im Flur gesammelt. Ich stille Milo nochmal, wechsele die Pampers und mein Freund belädt in der Zeit das Auto. Dann gehts los – so ist unser kleine Mann meist ziemlich entspannt und schläft auch meist am  Ende der Straße bereits ein. Das hat er wohl von mir geerbt – sobald ich in einem Auto, Bus, Flugzeug o.ä. bin und es sich bewegt, schlafe ich ein.

Wanderung 1 mit Baby in der Trage

Dieses Mal ging es für uns zuerst in den Nationalpark Kalkalpen. Genächtigt haben wir in dieser bezaubernden Location – in der Villa Bergzauber. Die Inhaberin hat uns am Samstag den Tipp gegeben zum Schiederweiher in Hinterstoder spazieren zu gehen. Dieser Ausflugstipp gehört wohl mittlerweile zum schönsten Ort Österreichs. Er ist nur wenige Minuten vom Hotel entfernt – dort haben wir geparkt und haben mit der Trage einen gemütlichen Abendspaziergang gemacht. Die kurze Wanderung mit Traumkulisse ist sehr zu empfehlen. Wäre auch mit Kinderwagen gut machbar gewesen, da alles ebenerdig ist.

Wanderung 2 mit Baby in der Trage

Am Samstag ging es dann wieder mit der Trage los. Wir sind den Höss-Pass / Panoramastraße in Hinterstoder mit dem Auto hochgefahren und haben dann dort geparkt und sind mit der Trage los spaziert. Hier wären wir mit Kinderwagen auch überhaupt nicht weit gekommen. Tolle Aussicht. Leider sehr wenige schattige Plätzchen. Wir hatten (Anfang Juni) auch noch Schnee oben – also als Tipp – hohe Wanderschuhe anziehen, um guten Halt zu haben.

Eingekehrt sind wir auf dem Rückweg in die Edtbauernalm und haben dort noch eine Kleinigkeit zu Mittag gegessen.

Anschließend sind wir noch ein bisschen herumgefahren, um die Gegend zu erkunden.Bis zum Eingang des Nationalparks Kalkalpen – jedoch war es da dann doch schon zu spät für unseren kleinen Mann, sodass wir wieder umgekehrt sind.

Wanderung 3 mit Baby im Kinderwagen

Am Pfingstmontag hieß es dann wieder ab nach Hause. Nach Graz, denn das ist seit Januar unser neues Zuhause. Aber nicht ohne davor noch einen Abstecher im Nationalpark Gesäuse zu machen. Natürlich haben wir es mal wieder nicht geschafft uns im Vorfeld die Seite des Nationalparks anzuschauen und zu  schauen, ob es ggf. Kinderwagentaugliche Wanderungen gibt. So haben wir einfach an einem Wanderparkplatz gehalten, der relativ voll war (meist ein gutes Zeichen, dass es dort gute Wanderwege gibt). Haben unseren kleinen Mann in den Kinderwagen gepackt, um ihn von der Sonne zu schützen (denn es war sehr sehr heiß) und in der Trage ist es doch meist schwierig ihn vor Sonnenstrahlen richtig zu schützen (Hände, Beine, wenn die Hose mal hochrutscht, …) und außerdem ist es bei Hitze dann eben nochmal doppelt so heiß – für das Baby und den Tragenden. Wir sind einfach losgelaufen ohne Ziel – es war zwar etwas holprig an manchen Stellen, aber wir sind gut vorangekommen und hatten eine schöne Auszeit vom Alltag in der Natur.

Wir haben die Johnsbachbrücke überquert und sind noch einen Teil des barrierefreien Leierwegs spaziert. Am Ende sind wir noch in einen Gasthof eingekehrt, um für die Heimfahrt gestärkt zu sein. Das Essen war zwar gut – es gab nämlich sogar vegetarische Optionen – aber es hat sehr sehr lange gedauert.

Meine Tipps für Wanderurlaube mit Baby

Kurzgefasst folgend meine persönlichen Tipps aus dem Wanderurlaub

 

  • Sei für verschiedene Optionen vorbereitet (Kinderwagen, Tragetuch, Trage)
  • Packe für die Wanderung effizient, sodass du nicht zu viel schleppen musst (ein Rucksack und der andere nimmt das Baby)
  • Hab ausreichend zum trinken dabei
  • Achte auf gutes Schuhwerk. Hohe Wanderschuhe empfehle ich persönlich auch im Sommer, andernfalls knickt man doch mal schnell um.
  • Informier dich im Hotel oder auf den Homepages deines Ziels, ob z.B. Hütten geöffnet haben – andernfalls packe ausreichend Proviant ein.  Wir genießen es meist nach einer Wanderung irgendwo gemütlich einzukehren, etwas kaltes zu trinken und etwas warmes essen zu können. Manche Hütten haben jedoch nicht Ganzjährig oder nur zu bestimmten Zeiten geöffnet.
  • Wickeltasche oder einfach nur ein Rucksack. Was in meiner Wickeltasche in der Regel drin ist, habe ich bereits hier geschrieben.
  • Wandern mit Kinderwagen – ist möglich. Am besten du informierst dich im Vorfeld – oder hast wie wir – Glück und entscheidest dich per Zufall für die richtige Wanderroute welche Kinderwagentauglich ist.
  • Habe Snacks dabei – für den Fall dass es mal wieder länger dauert. Je nach Wetter, Kondition und Gegebenheiten die euch vor Ort erwarten, kann es mal gut tun, kurz ein Müsliriegel essen zu können.
  • Habe dein Handy Akku im Blick. Wenn ihr zu zweit unterwegs seid, sollte mindestens eines eurer Handys geladen sein – man weiß ja nie.

Voneinander lernen

Hast du schon Mal eine Wanderung mit Baby oder Kleinkind gemacht? Was war für dich die größte Hürde? Was der Benefit? Bist du Menschen begegnet, die dich ggf. komisch angesprochen haben o.ä.? Ich bin sehr gespannt auf deine Erfahrungen und bin davon überzeugt, dass wir alle noch viel voneinander lernen können. Auch wenn es manchmal vielleicht auch nur eine Bestärkung unseres Handels ist und das Gefühl da draußen nicht alleine zu sein mit unseren Gedanken, Zweifeln und Gefühlen.

Love & Namasté,
Deine Heidi

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