Mein Geburtsbericht

Hallo ihr Lieben,

eine Weile ist es her, dass ich mich hier, auf KURMASANA gemeldet habe. Einiges ist in dieser Zeit passiert … – die größte Veränderung von allen in meinem Leben …

ich bin Mama geworden

Bereits in der Schwangerschaft – über die ich auch noch berichten werde, hat sich mein Fokus und meine Prioritäten verändert. Ich habe mich mehr um mich selbst und das heranwachsende Wunder in mir gekümmert … aber dazu dann mehr.

Jetzt soll es ja hier um die Geburt meines kleinen Sohnes gehen …

Kurz davor …

Der errechnete Geburtstermin war zuerst der 04. Februar und wurde zu Beginn meiner Schwangerschaft auf den 11. Februar datiert. So verging Woche für Woche, Monat für Monat, Trimester für Trimester. In der Woche vor dem errechneten Geburtstermin war ich nochmals bei der Kontrolle bei meiner Frauenärztin. Der kleine Mann lag super im Becken, ihm ging es gut – mir ging es gut. Ich soll einfach die Woche drauf wieder kommen. So hatte ich einen weiteren Kontrolltermin die Woche drauf – am ET.

Der Morgen am Tag der Tage

Morgens stand ich auf, frühstückte in Ruhe, sah noch ein Video auf YouTube an und ging viel zu spät duschen, sodass ich beinahe noch in Stress kam um rechtzeitig die Bahn zur Ärztin zu erwischen. Aber Hauptsache auf Instagram noch etwas in meiner Story gepostet (typisch ich).

Die „Routineuntersuchung“

Bei meiner Ärztin (rechtzeitig) angekommen, stand das übliche für eine Schwangere auf dem Plan. Urin abgeben und CTG. Da saß ich auf dem bequemen Stuhl und las in meinem Buch. Zufällig kam meine betreuende Hebamme, Eva vorbei. Nach einem kurzen Smalltalk schaute sie auf das CTG und stellte fest, dass etwas nicht stimmte …

… und so ging es dann los.

Die Werte des CTGs  passten ihrer Meinung nach nicht dazu, dass ich noch in der Lage sein könnte zu lesen und Small Talk mit ihr zu halten. Also gingen wir kurzerhand in den Kreißsaal (ich hatte das Glück, dass meine Frauenärztin, Hebamme und die Geburtsklinik in einem Haus sind). Dort machte sie einen Test, ob ggf. Fruchtwasser ausgelaufen sei, da sie den Verdacht eines Blasensprungs hatte. Bingo – ich hatte wohl ein Leck in der Fruchtblase.

Anschließend hat sie noch meinen Entzündungswert getestet – dieser lag anstatt bei 2 wohl leider bereits bei 11. In dem Moment wurde mir klar, dass ich an dem Tag definitiv die Klinik nicht mehr verlassen werde.

Ein Sternengucker

Wir gingen anschließend wieder zu meiner Frauenärztin um mittels eines Ultraschalls zu überprüfen, warum der kleine Mann sich nicht auf den Weg machen wollte, obwohl meine Wehen dies anzeigten. Die Lösung war schnell gefunden – er hatte sich auf die letzten Tage hin doch tatsächlich noch in die Position des Sternenguckers gedreht. Juhu – not!

In der Hoffnung, dass er sich noch dreht und eine natürliche Geburt – was ich mir so sehr wünschte – möglich ist, wurde eingeleitet. Zwischendurch durfte ich mein Zimmer beziehen und rief auch meinen Freund an, damit er demnächst wohl doch Feierabend machen sollte …

Gegen Abend …die Entscheidung!

…immer wieder ging ich in den Kreißsaal um an das CTG angeschlossen zu werden. Einleitung, Kontrolle der Hebamme, etc … abends um ca. 18 Uhr sollte die Frauenärztin nochmals kommen um ein Ultraschall zu machen und um dann zu entscheiden, was schließlich gemacht wird.

So stellte sich heraus, dass der kleine Mann sich keinen cm bewegt hatte und aufgrund meines hohen Entzündungswertes das Risiko einer Neugeboreneninfektion zu hoch war. Daher empfiehl sie mir einen Kaiserschnitt.

Zuerst kamen mir die Tränen – denn genau das war etwas, was ich überhaupt nicht wollte und wovor ich Angst hatte. Nachdem ich mich ein paar Minuten gesammelt hatte und der OP Saal vorbereitet wurde, ging es auch schon los …

Ab in den OP Saal

Ich zog mich um und hopfte in meinem offenen OP Hemd über den Flur in den Vorbereitungsraum. Dort wurde ich vom Anästhesisten empfangen und gefragt, ob ich noch Fragen hätte. Naja, an sich 100 – aber keine relevanten. Da musste ich jetzt wohl durch …So wurde ich einen Raum weiter geschoben und mir wurde die Brille abgenommen, sodass ich nicht mehr wirklich sah, was um mich herum geschah. Einige Ärzte und Helferlein waren bereit das zu machen, was sie können – ich war überhaupt nicht bereit. Da saß ich nun, den Rücken gekrümmt, den Kopf gegen meine Hebamme gelehnt und bekam eine Spritze in meine Wirbelsäule. Man muss wissen, dass ich bis dato noch nie in einem Krankenhaus (außer zu Besuch) war und somit eh etwas Angst vor dem Aufenthalt hatte. Nach der Spritze wurde ich auf den OP Tisch gehievt und bei den Diskussionen und der Wirkung der Spritze wurde mir ganz anders. Mir fehlte mein Partner und mir war schlecht.

Nach etwas Gerüttel kam das Geschrei

Endlich durfte mein Partner in den OP Saal. Mit seiner Anwesenheit und seinen Worten wurde ich ruhiger und nach einigen Minuten Gerüttel an meinem Unterkörper und Gezerre (das waren dann wohl die Bauchmuskeln, die aufgerissen wurden) hörte ich die Ärztin rufen …

ihr Milo ist da

… und schon bekamen wir ihn zwischen uns gelegt und ich wusste gar nicht wie mir geschieht. Da war er nun – nicht auf die Weise wie ich es mir gewünscht hatte – aber gesund und so unfassbar bezaubernd, dass ich alles um mich herum für einen Moment vergaß. Dann hieß es, dass die letzten Schichten genäht werden und mein Partner mit Milo schon Mal in den Kreißsaal zurück sollen.

Nachdem ich zugenäht war durfte ich auch in den Kreißsaal und bekam meinen kleinen Mann auf die Brust gelegt und wir hatten etwas Zeit für uns – als kleine Familie – mit dem größten Wunder in meinem Leben auf mir.

Love & Namasté,
Deine Heidi

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*
*