Beikoststart – meine Tipps für einen gelungenen Start

Hallo ihr Lieben,

Beikoststart? Vor allem für Erstmütter ist dieses Thema wahrscheinlich eine kleine Hürde. Wieder etwas Neues, was man wahrscheinlich noch nie gemacht hat. Alles Neue bringt eine gewisse Unsicherheit mit sich. Zumindest ging und geht es mir so.

Damit ihr selbstsicher in dieses Neuland eintauchen könnt, gibt es hier meine Tipps zu dem Thema.

Wie gehe ich das Thema Beikost an?

Selbst habe ich zuerst einen kostenlosen Workshop der ansässigen Krankenkasse besucht. Um ehrlich zu sein…? Den hätte ich mir auch sparen können. Er hat mich in meinem Enthusiasmus total ausgebremst und mich eher verunsichert, als bestärkt. Er war sehr dogmatisch – was ich ja so gar nicht mag 🙂

Daraufhin habe ich einen weiteren Workshop besucht, von Doris die ich bereits persönlich kannte und die zufällig einen Workshop zum Thema Stillen & Beikost mit der TCM angeboten hat. Der Workshop war super. Er hat mich bestärkt auf meine Intuition zu hören und mir wieder den Mut und die Lust zum Thema Beikoststart gegeben.

Wann ist der richtige Zeitpunkt, um mit Beikost zu beginnen?

Grundsätzlich heißt es ab der 17 Woche – spätestens im 7. Monat. Grund dafür ist wohl, dass die Nährstoff Reserven der Kleinen bis dahin gut ausreichen – ab da dann aber knapp werden und sie weitere Nährstoffe benötigen.

Wie immer gilt – jedes Kind ist anders. Daher gibt es keine fixe Angabe, wann du wirklich damit beginnen solltest. Beobachte dein Kind und wenn du die gleich folgenden Anzeichen wahrnimmst, dann beginne einfach langsam. Es muss ja auch nicht sofort und strikt umgestellt werden, sondern schau, wie es für dich umsetzbar ist. Auch stellt sich die grundsätzliche Frage – selbst Brei´s kochen oder Gläschen? Auch hier gilt – mache es so, wie es für dich am besten ist. Beides hat Vor- und Nachteile und es gibt nur eine für dich richtige Umsetzung.

Ob du wirklich mittags beginnst oder wann anders – Hauptsache du hast Ruhe und Zeit dafür und es ist kein Brei, der mal schnell hektisch nebenher gegeben wird.

Wie erkenne ich, ob mein Baby bereit ist?

Beobachte dein Baby und nimm folgende Anzeichen wahr:

  • Es schaut interessiert, wenn du / dein Partner/- in/ Mann/ … etwas essen oder trinken
  • Alles, was greifbar ist, wandert in den Mund
  • Es greift nach Nahrung auf deinem Teller
  • Es beginnt mit Schmatzgeräuschen, wenn es dich/ euch essen sieht
  • Der Ausspuckreflex verschwindet
  • Wenn man dem Baby Nahrung anbietet und es den Mund öffnet
  • Aufrechtes sitzen (mit Unterstützung)
  • Spätestens mit Ende des 6. Monats (26. Lebenswoche) solltest du beginnen

Wie beginne ich und Selbstgekocht vs. Gläschen

Zuerst solltest du für dich geklärt haben, ob du deinem Kleinen Gläschen oder selbst gekochte Breie geben möchtest. Entsprechend ausgestattet solltest du sein. Natürlich ist diese Entscheidung nicht in Stein gemeißelt und du kannst jederzeit variieren. Denn auf einer Reise z.B. kann ein Gläschen dann doch praktischer sein o.ä.

Selbstgekochtes

  • Frisch und im besten Fall regional und saisonal
  • Übergang zu Familienkost gelingt leichter
  • Weniger Müll
  • Günstiger

Gläschen

  • Zeitsparend
  • Lange haltbar
  • Immer gleicher Geschmack

Am besten beginnst du mittags mit einem Gemüsebrei. Warum? Weil du diese Mahlzeit am besten einteilen kannst. Du hast nicht morgens den Stress wenn dein Baby super hungrig ist und kannst so den Brei besser vorbereiten und einen entspannten Zeitpunkt wählen.

Was eignet sich am besten? Dafür eignen sich am besten Karotte, Pastinake oder Zucchini. Selbst habe ich mit Zucchini begonnen (ungeschält), dann Karotte und Brei Nummer 3 war wieder Zucchini geschält. Dieser hat Milo am besten geschmeckt. Du kannst den Brei in Gläschen füllen und ihn drei Tage im Kühlschrank lagern und entsprechend wieder erwärmen. Alternativ natürlich auch einfrieren (wir haben nur bisher keine Tiefkühltruhe).

Zucchinibrei

  • 100 g Zucchini am besten dampfgaren oder alternativ kochen.
  • Mit etwas Garflüssigkeit pürieren.
  • Etwas abkühlen lassen und kurz vor dem füttern einen Teelöffel  Öl zugeben. Ich habe mich für Leinöl entschieden aber hier gilt auch – die Vielfalt siegt.

Die Konsistenz des Breis wird mit der Zeit immer grober – aber das kommt dann im nächsten Post. Auch führst du nach dem Mittagsbrei dann den Abendbrei ein usw. Alternativ oder auch zusätzlich kannst du deinem Kind auch Finger Food anbieten. Dies mache ich in Kombination mit der Beikosteinführung. So lernt er das Essen noch besser kennen. Kann es fühlen, ertasten, lutschen etc.

Meine Tipps für einen gelungenen Beikoststart

  • Beobachte dein Baby und nimm die Anzeichen wahr, die sein Interesse bekunden
  • Entscheide dich im Vorfeld für Gläschen oder selbst kochen
  • Suche dir einen ruhigen Moment für den Start. Du solltest entspannt sein, das Baby hungrig aber gut gelaunt.
  • Wenn du selbst Breie machst, achte auf regionale, saisonale und Bio Produkte.
  • Würze den Brei nicht. Auf keinen Fall Salz und Honig beigeben. „Natürlich“ auch kein Zucker.
  • Wenn du Gläschen verwendest, mache nicht alles warm, so kannst du nicht gegessenes ebenfalls 3 Tage im Kühlschrank aufbewahren.  Wenn du alles erwärmst, musst du ihn leider entweder selbst essen oder entsorgen.
  • Ernähre dein Baby – wie hoffentlich auch dich selbst – abwechslungsreich. Es ist aber auch völlig ok 2-3 Tage in Folge den gleichen Brei zu geben, das macht ihnen nicht so viel aus. Wenn du aber eh frisch kochst, empfehle ich dir Breie zuzubereiten, die Lebensmittel enthalten, die du auch für dein eigenes Essen verwendest. So hast du auch weniger Aufwand.
  • Wenn du stillst, kannst du – wenn es weiterhin für dich passt – dein Baby weiterstillen. Ich stille Milo beispielsweise direkt nach dem Brei nochmal und da er anfangs ja nur ein paar Löffel isst, hat er natürlich auch noch Hunger und Durst.
  • Apropos Durst. Je nach Fachmeinung kann man seinem Baby ab dem Beginn mit Beikost auch Wasser (abgekocht) anbieten. Wenn du stillst ist dies aber überhaupt nicht notwendig.
  • Führe dein Baby liebevoll in diese neue Erfahrung ein. Nimm dir Zeit, hab Verständnis und ermögliche deinem Baby einen neugierigen Umgang mit Essen.

Voneinander lernen

Mit welchem Brei es dann weitergeht etc. folgt in einem separaten Post, sobald ich mit meinen Erfahrungen auch weiter bin. Du hast noch einen ultimativen Tipp? Möchtest deine Erfahrungen teilen? Oder hast einfach noch eine Frage – dann kommentiere einfach unter diesem Beitrag oder schreibe mir auch gerne eine E-Mail, sodass ich auf dein Anliegen eingehen kann.

Love & Namasté,
Deine Heidi

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