12 Wochen Achterbahn der Gefühle von A-M

Hallo ihr Lieben,

vor 12 Wochen kam mein Sohn Milo auf die Welt. Über die Geburt habe ich hier berichtet. Wie es mir seitdem geht erfahrt ihr hier…

Achterbahn der Gefühle

Wow – Gefühlschaos bin ich ja nach 34 Lebensjahren gewöhnt – aber die letzten 12 Wochen waren schon sehr intensiv. Von „ich bin total verliebt“ zu „ich kann nicht mehr“. Natürlich gab und gibt es noch viel viel mehr Gefühle, die ich die Zeit über empfunden habe … aber anhand von A-M (N-Z folgt im zweiten Teil), habe ich versucht mich mal zu entscheiden und kurz zu fassen 🙂

Meine Gefühle von A-Z

Aufregung

 

Die letzten Wochen waren ganz schön aufregend. Mit vielen Hochs – aber auch Tiefs. Es ist nicht nur das pure Mutterglück, sondern auch Ängste, Sorgen, Gedanken die da Teil von mir waren und sind.

Begeisterung

 

Von unserem kleinen Mann bin ich total begeistert. Es macht mich stolz und glücklich, wie er sich entwickelt und Spaß am Leben hat. Wie er die Welt begeistert neu entdeckt, jeden Tag etwas neues lernt. Das begeistert und inspiriert mich.

Chaos

 

Ja so mancher Tag ist chaotisch. Chaotisch vom Tagesablauf her – aber auch die Wohnung ist chaotischer. Zumindest in meinem Verständnis. Chaos herrschte in den letzten Wochen auch ab und an in meinem Kopf. Bürokratiezeugs das erledigt werden sollte, Dinge die wegen dem kurzfristigen Umzug gemacht werden sollten etc.

Dankbarkeit

 

Obwohl die Geburt nicht ganz so lief, wie ich es mir vorgestellt hatte, bin ich dankbar, dass unser Sohn gesund auf die Welt gekommen ist. Dankbar, dass er gesund ist und täglich wächst, lernt, lacht, … mein Leben bereichert. Dankbar, dass er auf der Welt ist. Dankbar, für jeden Moment. Dankbar, auch wenn es manchmal schwierig ist, für ihn da sein zu können. Dankbar, dass ich die Möglichkeit habe bei ihm zu sein und ihn in seiner Entwicklung zu fördern. Dankbar, dass er ist, wie er ist.

E rleichterung

 

Wenn der Partner nach Hause kommt und den kleinen Mann mal abnimmt. Erleichtert, wenn Entscheidungen gemeinsam getroffen werden können. Erleichtert, wenn Milo nach einer schwierigeren Phase wieder gut drauf ist. Erleichtert, wenn der Arzt sagt, dass alles gut ist. Erleichtert, dass mit dem Stillen letzten Endes doch noch alles gut ging (dazu bald mehr). Erleichtert, dass es heutzutage die Möglichkeit eines Kaiserschnittes gibt (by the way – die Nabelschnur war nur 20 cm lang, sodass eine natürliche Geburt wahrscheinlich eh nicht möglich gewesen wäre). Erleichtert, wenn er aufhört zu weinen. Erleichtert, wenn ich ihn mal ablegen kann. Erleichtert, wenn er ausreichend schläft. Erleichtert, wenn er lacht. Erleichtert, wenn alles so ist, wie ich es mir vorstelle, für richtig empfinde …

Freude

 

Freude – jeden Tag, jede Stunde, jede Minute, jede Sekunde. Freude, dass er in meinem Leben ist. Freude, die Möglichkeit bekommen zu haben, Mama zu werden. Freude, wenn er mich anlacht. Freude, wenn er mich braucht und ich ihm geben kann, was ihm hilft. Freude beim Spielen, lernen, am Leben.

Geduld

 

Achja, da war ja was. Meine größte Schwäche – Geduld!
Aber Erkenntnis ist ja der erste Weg zur Besserung und so … und tatsächlich lehrt mich Milo geduldiger zu sein. Hektik bringt überhaupt nichts und wenn ich ungeduldig werde, dann überträgt sich das nur auf ihn und es wird eine Spirale … Also versuche ich mich selbst immer wieder daran zu erinnern tief ein- und auszuatmen und geduldig anzunehmen was ist. Geduldig im Moment zu leben. Geduldiger mit mir selbst zu sein.

Hilflosigkeit

 

Ja, auch hilflos habe ich mich in den letzten 12 Wochen (nicht nur einmal) gefühlt. Hilflos, wenn der kleine Mann quengelt oder gar weint. Hilflos, wenn man eigentlich alles gibt. Er gestillt ist, die Windel trocken ist, er gespielt hat, man ihn trägt und somit Nähe und Aufmerksamkeit schenkt und er trotzdem nicht glücklich ist. Hilflos, wenn man nicht weiß, wie man ihn unterstützen kann, ihm geben kann, was er braucht …

Interesse

 

Es ist so faszinierend zu sehen, welches Interesse Milo an den Tag legt. Wie er entdeckt, lernt, probiert und scheitert. Trotzdem nie aufgibt und mit großem Interesse die Welt erkundet. Sich selbst kennenlernt, uns kennenlernt und alles um ihn herum. Ich würde ja behaupten, ich bin ein sehr interessierter Mensch – an vielen Dingen (meist zu vielen) – und ich freue mich, dass ich diese Neugierde in ihm wiedersehe.

Jammern

 

Haha, ja ich gebe es zu – auch gejammert habe ich in den letzten 12 Wochen „mal“. Gejammert, dass ich müde bin, dass ich Rückenschmerzen habe, dass mir meine Füße schmerzen. Gejammert, dass ich nicht frei und selbstbestimmt gebähren konnte. Gejammert, dass ich immer noch zu viel auf den Rippen habe. Gejammert, dass meine Narbe so hässlich ist. Gejammert, dass ich nicht so mobil bin, als wenn ich spontan entbunden hätte. Gejammert … über Dinge, die einige Zeit später meist sehr lächerlich sind.

Kraftlosigkeit

 

Milo hat bei seiner letzten Untersuchung bereits 6.050 g gewogen. Wenn er Tage hat, an denen er viel Nähe braucht – und die am liebsten in Bewegung – dann merkt man das eben am Ende des Tages. Da habe ich mich schon Mal kraftlos gefühlt. Bin nach einer heißen Dusche kraftlos und völlig erschöpft ins Bett gefallen.

Liebe

 

Pure Liebe! Es ist unbeschreiblich, sein eigenes Baby in den Armen zu halten. Es ist unbeschreiblich, was für eine neue Form der Liebe es in einem auslösen kann. Für mich nicht zu vergleichen mit etwas jemals gefühltem. Da es eh nicht zu beschreiben ist – höre ich damit jetzt auch einfach auf.

Mut

 

Ach dieser Mut. Manchmal fehlt er einem und manchmal traut man sich einfach. Dinge das erste Mal zu machen, erfordert manchmal einfach Mut. Manches ist mir super einfach gefallen und manches hat erstmal ein paar Tage oder Wochen gedauert. Manches wird noch dauern … Ich hoffe, dass ich mir selbst immer mehr zutraue und „einfach mal mache“. Mut bringt uns im Leben weiter und das wirkliche Leben passiert ja bekanntlich außerhalb unserer Komfortzone.

Fortsetzung folgt

Ganz schön überwältigend so ein Baby. 3 Monate voller positiver und „negativer“ Gefühle. Gefühle, die es gilt anzunehmen, so wie sie sind. Ehrlich zu akzeptieren, sich selbst zu reflektieren und an sich arbeiten. Da das schon ganz schön viele Gefühle waren, gibts den zweiten Teil separat 😉

… und du so?

Und wie geht oder ging es dir so? Kennst du diese oder ähnliche Gefühle auch? Für welche A-M Gefühle hättest du dich entschieden?

12 Wochen Milo in Bildern …

Love & Namasté,
Heidi

 

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