Yama Teil 4/ 5 – Brahmacharya „Die Elektrizität des Yogi“

Umzugs-Nachzügler

Guten Abend ihr Lieben,

diejenigen die regelmäßig meinen Blog lesen, haben schon gemerkt, dass ich mich zur Zeit mit den Yama´s – den „Verhaltensregeln“ des Yoga beschäftige.

Es gibt fünf Yama´s und heute ist Teil vier dran – Brahmacharya. Damit ist folgendes gemeint….

  • „Bewegung auf das Wesentliche hin“ –> somit die Realisierung des Weges, der zu Gott führt (Studium der Veden), Nachdenken über Gott
  • absolute Kontrolle aller Sinne
  • Tor zu Nirvana, Vollkommenheit
  • im engeren Sinne auch die „sexuelle Enthaltsamkeit“

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Ich bin vor einigen Jahren aus der Kirche ausgetreten. Das bedeutet für mich nicht, dass ich nicht an Gott glaube. Für mich habe ich nur gemerkt, dass mein Glaube nicht an eine Kirchensteuer gekoppelt sein muss. Meiner Meinung nach ist es nicht richtig, das Geld u.a. für einen Hausmeister, die Orgel, die Jugendschar und Co. auszugeben….Es ist mir viel wichtiger dort zu helfen wo Hilfe gebraucht wird. Daher möchte ich das Geld viel lieber spenden – immer abhängig davon, wo ich die Hilfe am notwendigsten finde (wie z.B. zur Zeit in Nepal).

Allerdings denke ich dennoch oft über „Gott“, „die Kirche“, „den Glauben“, „verschiedene Glaubensrichtungen“ etc. nach und genieße es auch – wie kürzlich mit meiner Freundin Jenny – über diese Themen bei einem Glas Wein zu philosophieren.

Laut yoga-vidya ist Brahmacharya für den Yogi das, was Elektrizität für eine Glühbirne ist. Mit Brahmacharya ist schneller spiritueller Fortschritt möglich.

Um ehrlich zu sein, steige ich (zum aktuellen Zeitpunkt) jetzt aus….. Denn wenn ich ehrlich zu mir bin….Enthaltsam leben um einen schnellen spirituellen Fortschritt zu machen? Nein, das scheint mir nicht erstrebenswert!

Auf meine Ernährung achten? Ja! Aber doch nicht bewusst Lebensmittel weglassen, die meine Leidenschaft zügeln? Dies sind übrigens Fisch und Fleisch (esse ich beides eh nicht) sowie Knoblauch und Zwiebeln. (Immerhin verstehe ich jetzt, warum in manchen Yogarichtungen der Verzehr von Zwiebeln verboten ist (und ich dachte immer nur wegen dem „Geruch“)  🙂 Und zudem noch Eier….

Also Veganer sind hier ja schon mal gut unterwegs ihre Leidenschaft einzudämmen 🙂

Mein Fazit zu dem vierten Yama – es ist für mich weder erstrebenswert noch zeitgemäß. Aber wie so oft, muss das schließlich jeder für sich selbst entscheiden und wissen. Damit beschäftigen – ja! Danach leben – nein!

In diesem Sinne wünsche ich euch einen schönen Abend.

Namasté
Eure Heidi

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