Wenn einem der Kopf im Weg steht….

Hallo ihr Lieben,

vor über einem Jahr habe ich über ein Glücksgefühl geschrieben. Denn im Dezember 2014 habe ich meinen ersten Kopfstand geschafft. Ich weiß noch, wie happy ich war und stolz auf mich und voller Yeah, Jippi und Juhu 🙂

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Zuerst hatte ich mich gar nicht an den Kopfstand herangewagt. Puh, wenn ich da umknicke und und und hielten mich von dieser Umkehrhaltung ab. Aber als ich das endlich überwunden hatte und mir nach etwas Recherche auch klar wurde, dass nicht viel passieren kann, habe ich mein Kopfkino ausgeschaltet und es hat einfach funktioniert 🙂 Natürlich erst nach und nach….

 

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So viel unser Kopf auch leistet – so leistet er manchmal doch zu viel. Denn er schaltet sich ein, obwohl er gerade vielleicht gar nicht gefragt ist und auch überhaupt nicht gebraucht wird.

So habe ich zwar nach viel üben üben üben den Kopfstand hinbekommen, bin aber beispielsweise von meinem Handstand immer noch weit weg. So habe ich 2014 und 2015 einige Workshops besucht wo es um Armbalancen ging, aber der Handstand will einfach nicht…Obwohl ich sogar in der Zwischenzeit weiß – ich kann ihn! Ist das zu glauben???

Nachdem ich den Kopfstand konnte, Bakasana auch für immerhin paar Sekunden zu halten ist, hatte ich natürlich auch immer mehr Mut bekommen, habe mir selbst mehr zugetraut und konnte immer mehr meinen Kopf ausschalten und auf mein Können und meinen Körper vertrauen.

So war ich letztes Jahr wieder in einem Workshop und wir sollten in Partnerarbeit verschiedene besprochene Âsanas üben….Leider übte ich mit jemandem, den ich kaum kannte, ein völlig überfüllter Raum, draußen 30 Grad und im Yogastudio bestimmt noch mehr, gedrängt in eine Ecke ohne Platz….und dann passierte etwas, was mir noch heute zu schaffen macht…Mit meinem Partner gab es ein Missverständnis, ich bekam  halb im Handstand stehend völlig unerwartet Panik, sackte ein und knallte total auf meinen Kopf….Mal abgesehen davon, dass es mir danach schwindlig war und ich Kopfschmerzen hatte, passierte erstmal nichts schlimmeres….Dennoch merkte ich einen Knick…einen mentalen Knick…und leider auch danach. Mein Körper machte dicht, weil mein Kopf es wohl so wollte.

So kam es jedoch, dass wir im Rahmen unserer Yogalehrerausbildung auch Handstand üben mussten. Ich redete mir wie wild ein „ich kann das“, „ich schaff das jetzt“ etc. Mit einer lieben Freundin, der ich vertraute machte ich mich auf in den Kampf meinen Kopf und meine blöde Erfahrung zu vergessen.

Aber nein, es funktionierte nicht! 🙁

Plötzlich sah mich eine andere liebe Freundin an und schüttelte lächelnd den Kopf. „Heidi, was ist los? Du kannst das doch – das sehe ich, warum machst du nicht einfach einen Handstand?“ Und plötzlich kamen mir vor innerlicher Wut Tränen in die Augen. Ich ärgerte mich so sehr darüber, dass ich meine Gedanken, meine eine negative Erfahrung nicht vergessen konnte, dass ich mir selbst so im Weg stand und diese Konditionierung sich nicht lösen wollte.

Neu gewonnene Freundinnen aus meinem YTT gaben nicht auf! Danke nochmals dafür an Margarita und Monique! 🙂 Sie riefen unsere Yogalehrerin, obwohl es eigentlich weiter gehen sollte und erklärten ihr die Situation. Unsere liebe Almut nahm sich die Zeit und schenkte mir ihre komplette Aufmerksamkeit. Mit ihrer Erfahrung und viel Zuspruch schaffte ich es in den Handstand. Ich habe mir ganz fest vorgenommen, diese Erfahrung, das Gefühl einzuprägen und die leider konditionierte Erfahrung, die mich bisher kopfüber hinderte zu überspeichern…..

Lasst euch nicht entmutigen und wenn ihr fallt – steht einfach wieder auf!

In diesem Sinne viel Spaß beim üben, fallen, ärgern, lachen & Co. denn wenn unser Kopf mal ausgeschaltet ist, so ist bei Kopf- und Handstand ganz viele wundervolle Emotionen möglich.

Namasté
Eure Heidi

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