Meine Tipps für angehende oder neue Yogalehrer

Hallo ihr Lieben,

diejenigen, die hier schon öfter mal vorbeigeschaut haben oder mich persönlich kennen, wissen, dass ich letztes Jahr eine Yogalehrerausbildung gemacht habe. Im Januar 2016 durfte ich dann an einem wundervollen Mentoring Programm teilnehmen. Dieser Einstieg hat mir den Rollenwechsel etwas erleichtert. Ich konnte beobachten oder unterstützen, wenn die Teilnehmer eintrudelten, durfte beobachten, assistieren, mich mit der Yogalehrerin/ dem Yogalehrer im Nachgang austauschen und fragen, fragen, fragen…..

Im April diesen Jahres habe ich dann meine erste Yogastunde unterrichtet. Wow – von völliger Aufgeregtheit, zu freudvollem Bauchkribbeln, Spaß, Stolz bis hin zu Selbstzweifeln, Schwitzanfällen, Unwohlsein und im Boden versinken wollen.

Fragen wie „soll ich Musik laufen lassen oder nicht“, spreche ich zu schnell oder zu langsam, Mist, jetzt konnte ich die Teilnehmerin rechts vorne nicht mehr korrigieren, die Ruhe in Shavasana aushalten, Sprechpausen zulassen und vieles mehr gehen in solch einer Stunde (und auch in den folgenden) in einem vor. Damit dir der Einstieg etwas leichter gelingt habe ich dir ein paar Tipps, die dir vielleicht helfen werden, deinen Einstieg in den Rollenwechsel zu erleichtern.

 

Meine Tipps für einen guten Start ins Yogalehrerdasein: 

 

  • Suche dir einen Mentor!
  • Besuche viele Stunden von unterschiedlichen Lehrern und frage dich im Nachgang was du gut und weniger gut fandest.
  • Führe ein Notizbuch! Schreibe hier alles rein, was dich beschäftigt. Gute Âsanas, tolle Übergänge, Sequenzen, Musik, Gedichte, Fokus und und und….
  • Übe! Frage deine Familie, Freundinnen, Freunde, Bekannte, Nachbarn oder wen du eben gerade zu Yoga bewegen kannst. Es gibt immer welche die sich tierisch darüber freuen eine Yogastunde zu bekommen. Beginne Menschen zu unterrichten, die du kennst, schaffe dir ein Umfeld in dem du dich wohl fühlst und beginne. Es muss nicht perfekt sein und das erwartet auch niemand, also löse dich von diesem Gedanken und übe einfach.
  • Unterrichte so unterschiedliche Menschen wie möglich. Suche dir verschiedene Interessierte. Es ist natürlich einfach die zwei, drei besten Freundinnen zu unterrichten. Das wird aber vermutlich später nicht dein Durchschnittsteilnehmer sein. Also gerne auch Männer, Übergewichtige, Menschen mit Knie- oder Rückenschmerzen, Unbewegliche, Kraftvolle….völlig egal. Es geht darum, dass du vor die ein oder andere Herausforderung gestellt wirst. Hoppla, die flexible Turnerin hängt völlig in ihren Gelenken und kann ja jede Dehnübung mit Bravour meistern. Die Ehrgeizige macht jede Planke bis zum Schluss mit, obwohl sie in ihren Schultern völlig einsinkt und eigentlich die Knie ab der Hälfte ablegen sollte. Der etwas Übergewichtige kann im Kind den Po überhaupt nicht in Richtung Fersen bringen….und und und. Glaube mir, du wirst einiges erleben und umso besser, wenn du im Vorfeld mit Menschen geübt hast, die du vielleicht ein bisschen kennst. Die dir offenes Feedback geben. Frage sie, probiere an ihnen und mit ihnen aus. Gib ihnen Optionen und frage ob sich etwas verändert hat.
  • Vergleiche dich nicht! 
  • Finde deinen eigenen Stil und kopiere nicht deinen Mentor, Guru oder wer oder was auch immer dich antreibt und inspiriert. Auch wenn du etwas total gut findest, muss es nicht gleich heißen, dass es auch zu dir passt. Schau wo du dich positionieren kannst, was dich ausmacht. Stell dir die Frage – was können Teilnehmer in deiner Yogastunde erwarten? Kraftvolle Âsanas, korrekte Ausrichtung, Flow, Spiritualität, ….alles hat seine Berechtigung, also finde dich selbst, du bist besonders und einmalig und genau das solltest du deine Teilnehmer spüren lassen. Ich bin der Meinung

– jeder Schüler findet seinen Lehrer.

  • Sei spontan. Bereite dich nicht auf jede Stunde perfekt bis ins letzte Detail vor – hab eine Idee im Kopf und sei flexibel – geh auf deine Teilnehmer ein. Sei auch so spontan, dass wenn du irgendwo bist und jemand plötzlich vorschlägt eine Yogastunde zu machen du nicht völlig panisch in den Boden versinken möchtest sondern voller Freunde diese tolle Chance nutzt. Genau das habe ich nämlich am Sonntag wieder gemacht. Bei meinem Dad auf dem Geburtstag wollten alle Frauen plötzlich unbedingt Yoga machen. Okay – ich bin dabei! Die Yogamatte lag eh im Auto, das iPad ebenfalls, also für Musik war gesorgt, paar Decken raussuchen und ein Plätzchen im Schatten suchen….Wieder eine tolle Erfahrung!

 

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Wenn du weitere oder andere Tipps hast – nur her damit. Lasst uns Yoga noch mehr verbreiten und allen Yogalehrern den Weg etwas leichter machen.

Namaste deine Heidi.001

 

2 comments

  1. Hallo liebe Kathi,

    danke für deinen Kommentar und vor allem für deinen Tipp! Der ist wirklich sehr sehr hilfreich. Habe selbst während meiner Ausbildung mich anfangs kaum getraut etwas anzuleiten. Umso häufiger man es dann aber während der Ausbildung untereinander macht legt man nach und nach die Scheu ab. Nutzt also Partner,Freunde, Bekannte, Nachbarn und unterrichtet. Es müssen ja auch nicht gleich perfekte 75 oder gar 90 Minuten sein. Sondern step by step.
    Dir liebe Kathi noch eine spannende Ausbildungszeit und übe fleißig und nutze jede Chance!

    Herzlichst,
    Heidi

  2. Vielen lieben Dank für den tollen Artikel!
    Ich bin gerade am Ende meiner ersten Yogalehrerausbildung und freue mich über alle Tipps.

    Was ich angehenden Yogalehrern noch mit auf den Weg geben würde: Nutzt schon während der Ausbildung jede Möglichkeit zu Unterrichten und zu assistieren. Mir persönlich hilft das gerade sehr, um zum einen den theoretischen Lernstoff weiter zu verinnerlichen, aber auch um die Scheu vorm Unterrichten abzubauen.

    Liebst
    Kathi
    von My-Happiness.de

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